Scheitert die Regiotram an explodierenden Kosten?
So titeln es die Aachener Nachrichten plakativ. Und in den sozialen Medien verfehlt diese Schlagzeile seine Wirkung nicht. Die Leute sprechen von Steuerverschwendung und darüber, dass man das Projekt doch sofort einstellen solle uvm..
Ich für meinen Teil finde das viel zu reißerisch und ich bin genervt von dieser Form des Journalismus. Nur um Klicks zu generieren und Aufmerksamkeit zu erhalten. Die journalistische Sorgfaltspflicht ist hier wohl relativ egal.
Denn das die Kosten steigen würden war doch vollkommen klar und auch zu erwarten?! Bei den bisher genannten Kosten von 330 mio. € fehlten meines Wissens schließlich noch die Fahrzeuge und der Betriebshof. Alleine diese beiden Posten schätze ich mal auf 100 mio. € bis 150 mio. €. Dann kommt noch die Inflation der letzten Jahre hinzu, was ebenfalls nochmal ca. 30 mio. € bis 50 mio. € ausmacht. Wenn die Regiotram also am Ende um die 500 mio. € kostet, dann ist dies absolut logisch nachvollziehbar und sollte nicht für solche oberflächlichen negativen Schlagzeilen herhalten müssen.
Wie sehen Sie als Projektteam diese Angelegenheit? Sowohl in der Sache selbst, als auch im Bezug auf diese Art und Weise der lokalen Berichterstattung. Mir ist vollkommen klar, dass man den Journalisten nicht vorschreiben kann wie sie zu schreiben haben (das ist ja auch gut so!), aber kann man nicht einmal um etwas mehr Sachlichkeit bitten. Es konterkariert ja schließlich auch ihre mühsame Öffentlichkeitsarbeit.