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Die Regiotram in einem zukünftigen Gesamtverkehrssystems

Bus mit Werbung für Regiotram

Die Regiotram in einem zukünftigen Gesamtverkehrssystems

Die Regiotram soll ein zentraler Baustein des zukünftigen Verkehrsangebots in der Städteregion Aachen sein. Um die Potentiale einer Straßenbahn nutzen zu können und die Verkehrswende in der Region voranzutreiben ist jedoch die Einbindung in eine verkehrliche Gesamtkonzeption wichtig. Wie ist der aktuelle Stand und wie wird das Verkehrssystem in der Region Aachen künftig aussehen?

Regiotram und öffentlicher Verkehr

 

Entwickelt wurde die Regiotram als Ergänzung des Schienennetzes in der Region, insbesondere der euregiobahn. Sie ist eine Alternative zur nicht umgesetzten 4. Ausbaustufe der euregiobahn durch Würselen nach Aachen Bushof. Sie schließt damit eine Lücke im regionalen Schienennetz auf einer stark nachgefragten Verkehrsachse.

Mit der Anbindung von Aachen Hauptbahnhof und Alsdorf Annapark werden zwei zentrale Verknüpfungspunkte zwischen Regiotram und Eisenbahnverkehr entstehen. Durch den Regiotram-Streckenast nach Würselen-Merzbrück könnte dort eine zusätzliche Umstiegsmöglichkeit geschaffen werden. Durch die Anbindung der Bahnhöfe bietet die Regiotram auch einen Nutzen für Fahrgäste aus Mariadorf, Hoengen, Herzogenrath und Stolberg insbesondere bei Fahrten Richtung Würselen und Baesweiler oder in die Aachener Innenstadt.

Als vorrangige Umstiegspunkte zum Busverkehr sind Aachen Bushof, Würselen Parkhotel, Alsdorf Annapark und Baesweiler Bushof vorgesehen. Aber auch an anderen Haltestellen wird das bequeme und zügige Umsteigen zwischen Bus und Tram an gemeinsamen Haltestellen künftig möglich sein.

Der Bus spielt bei den Planungen zur Regiotram eine wichtige Rolle als Zubringer. Hierfür muss das Busangebot verändert werden. In der Machbarkeitsstudie wurde aus Aufwandsgründen auf Basis eines minimal angepassten Busnetzes gearbeitet (Details hier: MachbarkeitsstudieKapitel 5.3 Seite 103). So wird die Linie 51 auf dem kompletten Linienweg entfallen, die Linie 34 künftig den Bereich an der Rolandstraße und die obere Krefelder Straße in Aachen bedienen, ein Zubringerbus Hoengen und die Regiotram in Alsdorf verbinden oder ein Ortsbus Setterich und den Reyplatz in Baesweiler an die Regiotram anbinden. Ob dies allerdings in dieser Form umgesetzt wird, ist noch unklar. Änderungen im Busnetz werden immer wieder vorgenommen und sind unabhängig von der Realisierung der Regiotram möglich. Darüber hinaus sind auch Fragen, etwa zur Erschließung von Birk oder der Anbindung benachbarter Ortsteile wie Euchen oder Bettendorf an die Regiotram zu klären.

Schienennetz nach Realisierung der Regiotram
Mobilstation mit Fahrradboxen und Leihrädern

Regiotram und Individualverkehr

Die Regiotram wird auch mit dem Individualverkehr verknüpft sein. Mobilstationen mit Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Car- und Bikesharing-Angeboten und weiteren Angeboten wie e-Scootern werden eine umweltfreundliche Fahrt und angenehmes Umsteigen auf der gesamten Reisekette ermöglichen. Die Mobilstationen und die Ausstattung werden dabei je nach Haltestelle variieren und auch von anderen dort zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln (insbesondere Bus und Bahn) abhängen. Die konkrete Ausstattung muss dabei je Haltestelle erst noch festgelegt werden.

Auch das Auto soll als Zubringer dienen können, daher werden entsprechende P+R-Anlagen entstehen. So bieten sich Bereiche am Endpunkt Baesweiler Nord, im nördlichen Würselen sowie am Sportpark Soers an. Ein Umstieg vom Auto zur Regiotram am Eingang der Ortschaften entlastet diese in besonderem Maße vom Durchgangsverkehr und kann so zum einen die Auslastung der Regiotram erhöhen und zum anderen zu besserem Verkehrsfluss und Lebensqualität beitragen.

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