Der Regiotram steht ein Hindernis von 15 Millionen Tonnen Gewicht im Weg
So titeln die Aachener Nachrichten – sehr dramatisch formuliert, natürlich um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Allerdings stellt sich die Frage, wie groß das bautechnische Problem der Halde Anna I tatsächlich ist.
Ich gehe davon aus, dass die Halde kein grundsätzliches Hindernis für die Realisierung darstellt. Natürlich muss sie bei der Trassenplanung berücksichtigt werden. Dass sie deshalb ein unüberwindbares Problem sein soll, erschließt sich mir nicht. Gerade im Randbereich der Halde beziehungsweise entlang des Trassenverlaufs dürften sich Lösungen – etwa durch Stützkonstruktionen oder eine angepasste Trassenführung – realisieren lassen.
Die Schlagzeile erweckt hingegen fast den Eindruck, als würde die 15 Millionen Tonnen schwere Halde unmittelbar auf der Trasse liegen und der Regiotram „im Weg stehen“. Das dürfte der tatsächlichen planerischen Situation kaum gerecht werden.
Mich würde daher die Einschätzung des Regiotram-Projektteams interessieren: Wie wird die Halde Anna I bautechnisch bewertet? Welche Herausforderungen und Lösungsansätze ergeben sich?
Außerdem würde mich interessieren, wie es mit der kürzlich diskutierten möglichen Verlegung der Regiotram-Trasse an der B57 weitergehen soll. Nachdem festgestellt wurde, dass dort ein Steinkauz brütet, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dies auf die Planung hat. Muss die Trasse erneut angepasst werden, oder lassen sich die artenschutzrechtlichen Anforderungen auch mit der bestehenden Planung in Einklang bringen?
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