Ast nach Merzbrück

Ast nach Merzbrück

Die Erschließung des Forschungsflughafens Merzbrück erfolgt derzeit von Alsdorf mit der RB20. St. Jobs und Weiden sind mit der Linie 11 nach Aachen und Alsdorf angebunden. Mit der Regiotram würde sich die Fahrzeit verlängern. Die Haltestellen am Ortsrand von Drisch, Dobach und Elchenrath sind wenig attraktiv, mit der heutigen Linie 21 wird das Krankenhaus z. B. deutlich besser erschlossen.

Deshalb frage ich mich, welchen Zweck dieser Ast erfüllen soll.

Könnte man die Planungsressourcen nicht besser einsetzen, um einen Abzweig über Haaren, St. Jobs, Broichweiden und Neusen bis Mariadorf umzusetzen? Von einer direkte Verbindung nach Aachen und Mariadorf würden wahrscheinlich deutlich mehr Menschen profitieren.

Die Buslinie 97 wird kaum genutzt, vielleicht sollte über einen Halt am Forschungsflughafen und eine Verlängerung über das Gewerbegebiet Aachener Kreuz (via Gingsterweg, De Gasperi Straße, Salmanusstraße) bis Würselen Markt geprüft werden .

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Der Streckenast soll das zukünftige Gewerbegebiet erschließen und in hoher Frequenz (alle 15 Minuten) mit dem Würselener Kernort und der Innenstadt Aachens verbinden. Falls das Gewerbegebiet die angedachte hohen Arbeitsplatzzahlen erreicht wird die Anbindung mit Bussen zu Kapazitätsproblemen führen. Die Erschließungswirkung bei Führung durch die Innenstadt Würselens wäre sicherlich höher lässt sich aufgrund der Straßenquerschnitte und Radien aber nicht realisieren.

Bis zur Realisierung des Streckenastes wird die Anbindung gleichwohl über Busse sichergestellt. Hierzu sollen in einem ersten Schritt die Haltestellen der Linie 97 am euregiobahn-Haltepunkt sowie dem Forschungsflugplatz fertiggestellt werden. Zuständig ist die Stadt Würselen, ab September kann die Linie 97 zudem auch im innerörtlichen Verkehr genutzt werden. Weitere Optimierungen der Linie, wie von Ihnen angesprochen, sind durchaus noch möglich.

Ein zweiter Streckenast über Haaren kann einmal eine Option sein und würden wir für die Zukunft nicht ausschließen, steht aber derzeit nicht zur Diskussion.

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Kommentare

Gespeichert von Gast am Mo., 03.08.2026 - 14:22

Die RB 20 (Euregiobahn) fährt Merzbrück einmal stündlich (!) an - das allein kann man wohl kaum als attraktives Angebot bewerten.
Die Linie 11 mag zwar St. Jobs und Weiden mit Aachen und (Teilen von) Alsdorf verbinden, aber nicht direkt mit dem Zentrum von Würselen. Beide Ortsteile gehören aber nun mal zur Stadt Würselen und nicht zu Aachen oder Alsdorf.
Eine unmittelbare Anbindung des Würselner Krankenhauses durch die Regiotram scheitert an den engen Straßenverhältnissen, die wohl generell einer südlicheren Streckenführung durch die Würselner Wohngebiete entgegenstehen, wie die folgende Untersuchung zeigte: https://regiotram-aachen.de/sites/default/files/files/2025-04-24-endber….
Bei einer Streckenführung über Haaren, St. Jobs, Broichweiden und Neusen bis Mariadorf fragt sich nicht nur, ob das Fahrgastpotential ausreicht, sondern auch, ob eine vernünftige Trassierung überhaupt möglich ist. Immerhin wurde die frühere Straßenbahn-Linie 11 1953 als eine der ersten auf Busbetrieb umgestellt u. a. wegen der ungünstigen Verkehrsverhältnisse auf der (ehemaligen) B 1 (Reiner Bimmermann, Aachener Straßenbahn, Bd. 1, S. 153).
Die derzeit vorgesehene Streckenführung der Regiotram nach Merzbrück soll aber wohl auch die Attraktivität des dortigen Gewerbeparks steigern und ihrerseits wiederum von dessen Fahrgastpotential profitieren.
Ihre Vorschläge zur Buslinie 97 erscheinen mir sehr bedenkenswert!

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