Die weitere Planung der Regiotram-Trasse zwischen Alsdorf und Würselen erfolgt auf der Westseite der B57
Für die künftige Planung der Regiotram zwischen Würselen und Alsdorf wird die Trassenführung westlich der B57 verfolgt. Dies hat der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung der Stadt Würselen beschlossen und damit den bisherigen Planungsansatz aus dem Jahr 2023 angepasst. In der Stadt Alsdorf findet die politische Beratung nach den Sommerferien statt, hier liegen jedoch deutlich geringere Abweichungen zum bisherigen Planungsansatz vor.
Gründliche Prüfung beider Varianten
Ursprünglich sah die Machbarkeitsstudie vor, die Regiotram östlich der B57 durch die Feldflur zwischen Würselen und Alsdorf zu führen. Im Rahmen der laufenden Vorplanung wurden jedoch die technischen, betrieblichen und umweltfachlichen Rahmenbedingungen detaillierter untersucht. Dabei wurde zusätzlich eine Trassenführung westlich der Bundesstraße betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Varianten grundsätzlich umsetzbar sind, die Westvariante jedoch deutliche Vorteile bietet.
Vorteile der Westvariante
Die Westvariante weist entscheidende Vorteile gegenüber der bisher vorgesehenen Ostlage auf:
- geringere Eingriffe in bestehende Grundstückserschließungen,
- den Schutz wertvoller Lebensräume geschützter Vogelarten im Bereich Birk,
- eine bessere Verträglichkeit mit der landwirtschaftlichen Nutzung,
- größere Chancen für einen zeitgemäßen begleitenden Radweg,
- eine einfachere Einbindung in das Stadtgebiet von Alsdorf ohne zusätzliche Querung der B 57.
In beiden Varianten bestehen zusätzliche Möglichkeiten für die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel. So soll gemäß dem Beschluss des Ausschusses zwischen dem Ortsausgang Würselen und Birk ein Park-and-Ride-Standort geprüft werden, um Fahrgästen aus der Region den Umstieg auf die Regiotram zu erleichtern.
Empfehlung der Fachplaner
Das mit der Vorplanung beauftragte Ingenieurbüro Obermeyer Infrastruktur stuft die westliche Trassenführung als die insgesamt vorzugswürdige Lösung ein. Ausschlaggebend sind die geringere Flächeninanspruchnahme, weniger Konflikte mit bestehenden Nutzungen und Infrastrukturen sowie Vorteile bei Genehmigungsfähigkeit und technischer Umsetzung. Der Bericht zur Trassenprüfung ist hier zu finden.
Nächste Schritte
Die westliche Trassenführung wird nun in der weiteren Vorplanung vertieft ausgearbeitet. Auch die Option einer zusätzlichen Haltestelle bleibt Bestandteil der Untersuchungen. Ziel ist es, die Regiotram als leistungsfähige, umweltfreundliche und attraktive Verbindung zwischen Aachen, Würselen, Alsdorf und Baesweiler zu realisieren.