Fehlende Variaten zur Verlängerung der Regiotram nach Übach-Palenberg

Fehlende Variaten zur Verlängerung der Regiotram nach Übach-Palenberg

In der Machbarkeitsstudie zur Weiterführung der Regiotram von Baesweiler nach Übach-Palenberg werden innerhalb von Übach-Palenberg verschiedene Varianten überprüft. Jedoch fehlt auch meiner Sicht eine Variante, und zwar die Nutzung des Bahndamms der ehemaligen Zechenanschlussbahn zur Zeche Carolus-Magnus.

Der Bahndamm ist immer noch vorhanden und zum Teil liegen auch noch Gleise. Der Bahndamm folgt dem Übach und führt direkt zur Eisenbahnstrecke Aachen – Mönchengladbach zum Bahnhof „Übach-Palenberg“. Diese Nutzung der ehemaligen Zechenanschlussbahn bietet eine topographische einfache Variante ohne schwierige Trassenführung der Regiotram über die Kirchstraße, Kapellenstraße und Bahnhofstraße im Stadtteil Palenberg und hat auch noch genügend Platz für Geliese am Bahnhof Übach-Palenberg.

Aus welchen Gründen wurde diese Variante nicht in Betracht gezogen?

Beitrag bewerten

0 Gefällt mir

Antwort

Die von Ihnen genannte Variante wurde tatsächlich weder von der Stadtverwaltung noch von uns oder den Gutachtern ernsthaft erwogen. Insofern fehlen belastbare Ergebnisse. Aus meiner Sicht weist diese Variante jedoch spezifische Nachteile auf.

Der größte ist, dass hiermit nur eine geringe Erschließung des Stadtteils Palenberg möglich ist. Der Bahnhof wird zwar erreicht, Für die Bewohner des Stadtteils bietet die Regiotram hiermit jedoch keinen Nutzen. Damit ergibt sich auch die Notwendigkeit, in ähnlicher Weise wie bisher die Erschließung mit Bussen sicherzustellen.

Der Bereich des Übachs und der ehemaligen Grubenbahn befindet sich heute in einem Landschaftsschutzgebiet. Für die Wiedernutzung als Verkehrsweg müsste der größte Teil, der dort heute stehenden Bäume entfernt werden. Schon bei der Prüfung anderer möglicher Reaktivierungen von Schieneninfrastruktur (Grubenbahn Carl-Alexander in Baesweiler, oder der Strecke Würselen - Mariadorf) hat sich der Naturschutz als ein gravierendes Hindernis herausgestellt.

Der Bahndamm müsste für eine zweigleisige Führung verbreitert werden, ob dies technisch einfach möglich ist, insbesondere mit Blick auf den Übach, sei dahingestellt und könnte erst nach einer entsprechenden Prüfung festgestellt werden. Die Breite zwischen Bahnanlagen und Bebauung am Bahnhof könnte gerade so für Gleise und Bahnsteige ausreichen, die Regiotram müsste aber in jedem Fall vor der Rampe zur Bahnsteigunterführung enden, was sowohl beim Umstieg zur Eisenbahn, als auch zum Bus lange Wege bedeutete.

Neuen Kommentar hinzufügen

Klartext

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
Dieses Feld kann leer gelassen werden.

Cookies UI