Anbindung Uniklinik

Anbindung Uniklinik

Ich stelle mir die Frage warum der zweitgrößte Arbeitgeber in Aachen , die Uniklinik (UKA), nicht direkt an die Tram angebunden wird ? Mit fast 9000 Mitarbeitern an einem Standort ist es für mich nicht nachvollziehbar , das der Nordkreis keine durchgehende Verbindung mit dem UKA hat. Das ist auch schon mit der Linie 51 so. Ich benötige aus Alsdorf zur Uniklinik über eine Stunde von Haltestelle zur Haltestelle. Eine Strecke die ich mit PKW in 20 Minuten fahre ( von Haustür bis zum Parkplatz). Solange nicht zumindest eine durchgehende Verbindung angeboten wird , bleibt auch die Tram leider für mich keine akzeptable Alternative.

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Antwort

Die Regiotram sieht die Schaffung einer grundlegenden, leistungsfähigen Verbindung zwischen den Kommunen entlang einer Achse mit hoher Nachfrage vor, die durch die jeweiligen Stadtzentren verläuft. Entsprechend können nicht alle Verkehrsrelationen zu konkreten Zielen zwischen und innerhalb der Kommunen ausschließlich mit der Regiotram direkt bedient werden.

Für Ziele wie die RWTH und das Universitätsklinikum, als größte Arbeitgeber der Region, besteht für Nutzende aus den nördlichen Kommunen bereits heute eine Alternative über den Schienenverkehr in Verbindung mit einem Bus‑Umstieg. Es ist zutreffend, dass sich die Reisezeiten in diesem Fall durch die Nutzung der Regiotram nicht deutlich verbessern würden, da eine Fahrt vom Annapark bis zum Universitätsklinikum mit Umstieg am Alter Posthof oder am Misereor voraussichtlich rund 50 Minuten dauern würde.

Die Nutzung der Regiotram eignet sich daher insbesondere für Nutzende dieser Verkehrsrelation, wenn sie ihre Wege mit Aktivitäten in den Innenstädten, etwa Einkäufen oder Terminen, verknüpfen.

Es wird erwartet, dass sich die Fahrzeiten für die Nutzenden insbesondere zwischen den Stadtzentren deutlich verkürzen und dass durch effizientere Umsteigemöglichkeiten im Bussystem die bequeme Erreichbarkeit von Zielen abseits der Strecke spürbar verbessert wird.

Zukünftige Linienführungen innerhalb der Stadt Aachen werden erst nach der Genehmigung der ersten Linie diskutiert. Dabei ist dann auch die Anbindung der Uniklinik denkbar.

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Kommentare

Gespeichert von Christoph am Fr., 17.04.2026 - 08:22

Tja… eigentlich war genau dafür einmal die „Campusbahn“ vorgesehen – ein Projekt, das bekanntlich durch einen Bürgerentscheid gestoppt wurde. Ohne diese damals schon kurzsichtige, aber aus heutiger Sicht besonders fragwürdige Entscheidung, gäbe es die Campusbahn vermutlich längst, und man hätte sie beispielsweise am Bushof sinnvoll mit der aktuell geplanten Regiotram verknüpfen können. Stattdessen muss man nun wieder bei null anfangen und zunächst die Regiotram realisieren. Vielleicht ergibt sich daraus irgendwann auch eine attraktive Anbindung an das Klinikum.

Insofern kann man sich bei den Aachener Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die damals – bei einer Wahlbeteiligung von rund 50 % – gegen die Campusbahn gestimmt haben.

Off-Topic: Ich habe die Befürchtung, dass sich ein ähnliches Szenario im Zusammenhang mit einer möglichen Olympiabewerbung wiederholen könnte – dann vermutlich mit einer noch geringeren Beteiligung. Und das soll dann als demokratisch ausreichend legitimiert gelten? Das war für mich schon immer schwer nachvollziehbar. Eine meist nicht fundierte Ablehnung lässt sich leichter mobilisieren als eine Zustimmung, während viele andere sich gar nicht erst beteiligen – und die dann am Ende über die Konsequenzen überrascht sind. So wie jetzt, wenn die Anbindung an das Klinikum fehlt. Und genauso würden sich vermutlich auch wieder viele ärgern, wenn eine Olympiabewerbung scheitert.

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