Verlängerung der Regiotram bis Übach-Palenberg: Politischer Beschluss und nächste Schritte
Die jüngste Machbarkeitsstudie, durchgeführt von Technologie Consult Karlsruhe GmbH (TTK) und PTV-Transport Consult GmbH (PTV) zur Verlängerung der Regiotram bis zum Bahnhof Übach-Palenberg bestätigt: Ein Lückenschluss im regionalen Schienennetz ist technisch, betrieblich und wirtschaftlich machbar. Drei Alternativen wurden untersucht – alle mit dem Ziel, eine bessere Anbindung der Ortsteile zu schaffen und zusätzliche Busangebote als Zubringer einzurichten.
Politische Entscheidung für Planfall 1
Im März 2026 haben die Städte Übach-Palenberg und Baesweiler beschlossen den Planfall 1 weiterzuverfolgen. Diese Variante bietet den größten Nutzen für die Region:
- Erschließung des nachfragestarken Ortsteils Boscheln
- Direkte, umsteigefreie Verbindung zwischen den Stadtzentren von Baesweiler und Übach-Palenberg
- Trassenführung entlang Ludwig-Erhard-Ring, Brünestraße, Roermonderstraße sowie parallel zur Friedrich-Ebert-Straße
Zusätzlich soll eine neue Buslinie die Regiotram-Anbindung ergänzen und Setterich, Loverich und Beggendorf sowohl mit dem Haltepunkt Baesweiler Nord als auch mit dem Bahnhof Übach-Palenberg verbinden.
Verkehrlicher Nutzen
- 4.080 zusätzliche Fahrten pro Tag im Öffentlichen Verkehr
- Reisezeit: ca. 24 Minuten zwischen Baesweiler Nord und Bahnhof Übach-Palenberg
- Nutzen-Kosten-Indikator: 1,56 – damit ist das Projekt grundsätzlich förderfähig
Kosten und Finanzierung
Die Investitionskosten werden – inklusive eines Puffers von 30 % – auf rund 205 Mio. Euro geschätzt.
Die zusätzlichen jährlichen Netto-Betriebs- und Unterhaltskosten liegen bei etwa 1,63 Mio. Euro.
Für die Planungen wird eine Förderung über die STARK-Richtlinie („Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren“) beantragt. Die regionale Kostenaufteilung wird derzeit noch ausgearbeitet.
Zeitlicher Ablauf
Nach der Antragstellung wird mit einer Bearbeitungszeit von mindestens einem Jahr bis zur Förderzusage gerechnet. Erst danach kann die Ausschreibung der Planungsleistungen beginnen.
Da die Verlängerung nach Übach-Palenberg erst nach der Umsetzung der Strecke Aachen – Baesweiler realisiert werden kann, wird mit einer Fertigstellung nicht vor 2040 gerechnet.
Den Bericht zur Machbarkeitsstudie finden Sie hier.