Direkt zum Inhalt

Auftakt zur Revierbahn West

Auftakt zur Revierbahn West

In Zukunft ist geplant, eine S-Bahn-Verbindung direkt von Aachen über Jülich nach Düsseldorf einzurichten. Das Vorhaben nennt sich „Revierbahn“. Im Zuge dessen soll eine Neubaustrecke entstehen, deren mögliche Trassenführungen derzeit im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sowie einer umfassenden Raumanalyse bis Anfang 2027 geprüft werden.

Hierbei wurden zwei sogenannte „Lupenräume“ definiert, in denen die Varianten der Streckenführung vertiefend untersucht werden:

Lupenraum 1: Aachen – Jülich

Lupenraum 2: Jülich – Erftachse

Im ersten Untersuchungsraum („Lupenraum 1“) wird zudem explizit auch eine direkte Anbindung der Stadt Baesweiler an die neue S-Bahn-Strecke geprüft.

Vor diesem Hintergrund stellen sich folgende Fragen:
Inwiefern könnte sich dieses neue S-Bahn-Projekt positiv oder auch nachteilig auf das bestehende Vorhaben der Regiotram auswirken?
Wird die bisherige Machbarkeitsstudie zur Regiotram durch die veränderten Rahmenbedingungen nicht grundsätzlich infrage gestellt?
Gibt es bereits erkennbare Bedenken oder Reaktionen seitens des Projektteams der Regiotram?
Haben bereits Abstimmungen oder Koordinierungen zwischen den Teams der beiden Infrastrukturprojekte stattgefunden? Und wenn ja, wie sehen diese aus?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Beitrag bewerten

3 Gefällt mir

Antwort

Wir sind im engen Austausch mit go.Rheinland zu den verschiedenen Schienenprojekten in der Region. Der Raum der Regiotram wäre nicht nur potentiell von der Planung der Revierbahn West (ob es eine S-Bahn werden soll, steht keinesfalls fest) sondern auch von einer möglichen Verlängerung der euregiobahn von Siersdorf nach Baesweiler, die schon 2013 in einer Machbarkeitsstudie untersucht wurde, betroffen.

Grundsätzlich tragen mehr Schienenstrecken und damit ein besseres Angebot zur Attraktivität des gesamten ÖPNV-Systems bei. Die Projekte Regiotram und Revierbahn könnten sich daher durch Umstiege gegenseitig befördern, wenn entsprechend unterschiedliche Nachfrageräume bedient werden. Problematisch wird es dann, wenn sich eine verhältnismäßig geringe Verkehrsnachfrage (d.h. Fahrgäste) auf verschiedene Strecken aufteilt und so die Wirtschaftlichkeit beider Strecken nicht mehr gegeben ist.

Bei der Anmeldung zum ÖPNV-Bedarfsplan NRW, die im Jahr 2024 stattgefunden hat, waren sich die Akteure der Region einig, dass Baesweiler einen Schienenanschluss erhalten muss und dabei die Regiotram das zu priorisierende Projekt darstellt. Vor diesem Hintergrund ist auch die "Option Baesweiler" im Rahmen der Revierbahn West oder einer möglichen Verlängerung der euregiobahn zu sehen.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie für die Revierbahn West sind wir als Planungsteam der Regiotram in die Strukturen eingebunden und am Erstellungsprozess beteiligt. Bisher sind die Parameter der Revierbahn (S-Bahn vs. RE-Strecke, Streckenführung) und die Frage, ob diese sich überhaupt wird realisieren lassen, jedoch zu unklar um konkrete Auswirkungen auf die Regiotram auch nur erahnen zu können.

Neuen Kommentar hinzufügen

Klartext

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
Dieses Feld kann leer gelassen werden.

Cookies UI