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Verhältnis Regiobahn / Regiotram

Verhältnis Regiobahn / Regiotram

Liebe Leute von der Regiotram,
An der Streckenführung des Asts nach Merzbrück verstehe ich einige Punkte nicht. Hier meine Frage zur bereits vorhandenen Regiobahn:
Warum ist es sinnvoll neben der Erschließung durch die Bahn dort eine Tram hinzubauen? Das Ziel einer schnellen Verbindung für 14.000 Menschen, die dort arbeiten zwischen Aachen und Merzbrück kann die Bahn doch ebensogut lösen. Ferner schließt diese Streckenführung auch den Bahnhof Herzogenrath als für Wirtschaft und Forschung attraktive Verbindung nach Düsseldorf ein. Für 14000 Menschen erhöht man bestimmt den Takt und schafft eventuell Ausweichgleise. Wäre das nicht wesentlich günstiger?

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Antwort

Der Hauptgrund ist, dass Regiotram und euregiobahn unterschiedliche Relationen bedienen. Richtung Stolberg, Herzogenrath und Alsdorf, sowie beim Umstieg zum Schienenverkehr ist die euregiobahn von Merzbrück aus das sinnvollere Verkehrsmittel. Nach Würselen und in das Zentrum Aachens die Regiotram. Darüber hinaus kann die Regiotram mit einem zentralen Halt im künftigen Gewerbepark auch einen Beitrag zur Binnenerschließung des Geländes leisten.

Ob sich ein Ausbau der Strecke Herzogenrath - Stolberg realisieren ließe, welche Kosten das bedeutete und ob auf der DB-Strecke Herzogenrath - Aachen Hbf - Stolberg Hbf perspektivisch überhaupt die Möglichkeit für zusätzlichen Nahverkehre bestünde wurde bislang nicht geprüft. Sicherlich ist das aber eine Variante die auch denkbar ist. 

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Kommentare

Gespeichert von Gast am Do., 06.11.2025 - 22:06

Wenn ich mich recht erinnere, gab es bei der Einführung der Euregiobahn zunächst Überlegungen, diese im 15-Min.-Takt verkehren zu lassen. Dies scheiterte aber daran, dass auf der Strecke Herzogenr. - AC-Hbf - Stolberg-Hbf., insbesondere aufgrund der Belastung auch durch Güterverkehre, keine hinreichenden Zeitfenster verfügbar waren; es gab nur Zeitfenster für den 30-Min.-Takt. Man ist dann auf die Idee gekommen, durch das Flügelungs-System dennoch auch auf den Streckenästen in die Stolberger Innenstadt und Richtung Eschweiler einen 30-Min.-Takt zu erreichen.
Ein zusätzlicher Verkehr von AC-Hbf. über Eilendorf nach Merzbrück würde also möglicherweise den dreigleisigen Ausbau der Strecke von AC-Hbf nach Stolberg voraussetzen, der meines Wissens zwar gefordert wird, aber in den Prioritätenlisten nicht gerade vorne steht.
Auch eine andere Streckenführung zumindest von Teilen des Güterverkehrs (über Eupen - Raeren - Walheim - Stolberg Hbf. ?) könnte evtl. hilfreich sein. Aber die alte Vennbahn-Nebenstrecke ist nur eingleisig! Laut https://wir.gorheinland.com/medienportal/alle-inhalte/einzelansicht/bah… hat goRheinland soeben eine Studie mit dem Arbeitstitel „Montzenroute im Fokus: Entflechtung von Nah-, Fern- und Güterverkehr im Bahnknoten Aachen“ offiziell vergeben, die sich mit dieser Thematik befassen dürfte.
In jedem Fall würde aber eine Verbindung von Merzbrück nach Aachen über die Eisenbahnstrecke keine Anbindung der Innenstädte Würselen und AC bieten!

Ich danke für den Hinweis auf die Aktivitäten auf Bundesebene. So ein Vorgehen ist m.E. sehr sinnvoll, da Fern- und Güterverkehr wichtige Grundlagen für die Verkehrswende und unsere Wirtschaft sind. Sobald diese geplant sind, sollte die Feinplanung vom DB und Regionalverkehr erfolgen. Deswegen halte ich den Zeitpunkt der Planung des Regiotram-Astes Würselen-Merzbrück auch für zu früh. Zuerst sollte Würselen an die DB angeschlossen werden. Dazu könnte die Trasse, die jetzt für die Tram geplant wird, wichtig sein.

Ich habe noch Hinweise zu Ihrem Kommentar hinsichtlich der Erreichbarkeit der Innenstädte:
schon heute erreicht man über die Strecke nach Herzogenrath Aachen-West, Aachen-Schanz und Aachen Hauptbahnhof (=Innenstadt und Uni-Viertel) mit der RB 20 in 40-44 Minuten. Die Regiotram wird nach allem, was ich gelesen habe, nicht wesentlich schneller sein. Die Strecke Merzbrück über Stolberg nach Aachen scheint tatsächlich wegen langer Umstiegszeiten erstmal problematisch - braucht aber auch nicht länger als 46 Minuten oder im Bestfall 29 Minuten.
Die Erreichbarkeit der Innenstadt von Würselen:
- der Ast Würselen-Merzbrück der Tram fährt nach seiner derzeitigen Planung nicht an wichtigen Punkten der Innenstadt vorbei - für Rhein-Maas-Klinikum, Stadtverwaltung und die Geschäftsstraße muss man nochmal in den Bus umsteigen oder eine lange Strecke zu Fuß gehen
- die Busverbindung von Würselen-Broichweiden nach Aachen ist mit mit ca. 30-40 Minuten zum Bushof bzw. Bahnhof schon sehr gut. Für beide Innenstädte ist die Tram deswegen m.E. nicht attraktiv.

Gespeichert von Gast am Fr., 21.11.2025 - 17:39

Erstaunlich ist, dass denkbare Varianten, die m.E. weniger Belastung für Natur- und Umwelt (evtl. auch die Staatskassen) darstellen, nicht geprüft wurden. Wie kann man erreichen, dass diese geprüft werden?

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