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Trassenführung Würselen - Merzbrück

Trassenführung Würselen - Merzbrück

Sie schreiben in einer Beantwortung eines vorherigen Kommentars, dass die Trassenführung in Würselen teils schwierig umsetzbar ist, aufgrund der gegebenen Straßengeometrien. Deshalb sei es auch nur teilweise gelungen Siedlungsgebiete bzw. die Innenstadt zu erschließen.

Welche Trasse wird nun konkret ins Auge gefasst? Wenn eine Führung durch die Innenstadt nicht möglich ist, wie soll die Strecke stattdessen verlaufen, um dennoch möglichst viele Menschen – und damit ein hohes Fahrgastpotenzial – zu erreichen? Und an welcher Stelle ist grob der Abzweig von der Haupttrasse Aachen–Baesweiler vorgesehen? Vielen Dank im Voraus.

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Antwort

Vielen Dank für Ihre Frage sowie für die beiden Kommentare.

In der Stadt Würselen wurden im Rahmen der Machbarkeitsstudie verschiedene Trassenführungen sowohl innerhalb der Innenstadt als auch am Stadtrand miteinander verglichen. Aufgrund der beengten Straßenräume mussten zahlreiche Abschnitte in der Würselener Innenstadt aus technischer und betrieblicher Sicht als nicht umsetzbar bzw. ungeeignet verworfen werden. Aus gutachterlicher Sicht verbleibt daher lediglich die Trassenführungen parallel zum Willy-Brandt-Ring.

Die bevorzugte Variante zweigt an der Kreuzung Gouleystraße/Krefelder Straße in den Willy-Brandt-Ring ab. Eine genaue Trassenführung wird erst im Zuge der Vorplanung festgelegt. Einen groben Überblick über diese Variante bietet die Karte unten auf der Startseite. 

Zum zweiten Kommentar, in dem der Haltepunkt Broichweiden Ost angesprochen wurde: Dieser befindet sich zwischen der Friedhofstraße und der Kerstergasse und wird – wie im Kommentar erwähnt – im sogenannten Planfall 2 berücksichtigt. Welcher Planfall umgesetzt wird, ist abhängig vom Planungsbeschluss in Würselen. Dies trifft auch auf die Verschwenkung in Richtung Rhein-Maas-Klinikum zu. 

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Kommentare

Gespeichert von Gast am Di., 22.07.2025 - 08:58

Die Trasse soll entlang des Willy-Brandt-Rings verlaufen, mit Halten an der Elchenrather Str., am Aquana, der Salmanusstraße (etwas in Richtung Wohnbebauung versetzt) und an der Hauptstraße auf der Höhe Broichweiden. Zusätzlich am Rande des Gewerbegebietes Würselen-AK Aachen und dem Gemeindegebiet Broichweidens etwa am Ortsrand an der Friedhofstraße. Von dort aus geht es in Richtung Merzbrück.

Zentralere Führungen sind meist durch Kurvenradien nicht möglich, da sonst die Wohnbebauung im Weg steht. Lediglich durch die Bahnhofstraße wäre es technisch möglich, aber das würde größere Eingriffe erfordern.

Die Realisierung hängt vom Entstehen der Arbeitsplätze am geplanten Gewerbepark Merzbrück ab. Nur mit diesen ist eine Straßenbahn bis dort hinten wirtschaftlich realisierbar.

Eine Anmerkung zur obigen Beschreibung der Streckenführung:
Ist mit der Haltestelle "etwa am Ortsrand an der Friedhofstraße" nicht die Haltestelle "Weiden Ost" gemeint, die nur bei den Streckenführungsvarianten Planfall 1 und 2 der Machbarkeitsstudie vorgesehen ist, nicht aber bei den Planfällen 0 und 3? Planfall 1 hat der Gutachter wegen der nicht unmöglichen, aber problematischen Streckenführung durch die Bahnhofstraße nicht empfohlen (ebenso auch Planfall 0 nicht wegen der Nichtanbindung des Klinikums). Von den gutachterlich empfohlenen Varianten 2 und 3 sieht aber nur 2 den Haltepunkt "Weiden Ost" vor. In der Entscheidungsvorlage der Würselner Stadtverwaltung wird Planfall 3 empfohlen, weil Mehrkosten und Fahrzeitverlängerung wegen "Weiden Ost" aufgrund des vergleichsweise geringe Fahrgastpotentials dieses zusätzlichen Haltes nicht unbedingt gerechtfertigt seien. Meines Wissens ist der Moblitätsausschuss der Stadt Würselen mehrheitlich dieser Empfehlung gefolgt, aber ein von 5 Ausschussmitgliedern gegen diesen Beschluss eingelegter Einspruch hat bis zu einer diesbezüglichen Entscheidung des Rates aufschiebende Wirkung. Nach dem gegenwärtigen Sachstand ist es also durchaus fraglich, ob "Weiden Ost" angebunden werden soll!

Die ursprünglich vorgesehene Streckenführung ist Planfall 0. Davon sind lt. Machbarkeitsstudie 3 Abweichungen möglich:
a) durch die Bahnhofstr. zum Aquana statt über die Haltestelle Gouleystr.,
b) kleiner Bogen nach Süden mit einer Haltestelle näher zum Klinkum als bei Planfall 0 und
c) Streckenführung über Weiden Ost.
Planfall 1 beinhaltet alle drei o. g. Abweichungen, während die Planfälle 2 und 3 wie Planfall 0 die Streckenführung über die Haltestelle Gouleystr. vorsehen.
Bei Planfall 2 sind die o. g. Änderungen zu b) und c) vorgesehen.
Planfall 3 beinhaltet nur b) und weicht somit am wenigsten von der Ursprungsidee (Planfall 0) ab.
Alle 4 Planfälle erreichen eine (förderungsfähige) Nutzen-Kosten-Relation > 1,0. Die Gutachter empfehlen jedoch Planfall 1 nicht wegen der problematischen Situation in der Bahnhofstr. Auch Planfall 0 empfehlen sie nicht, weil sie offenbar die Lösung b) befürworten. Folgt man dem, bleiben nur die Planfälle 2 und 3 übrig.

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