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Zweigstrecke nach Merzbrück - Beschlusslage in Würselen (Reaktion)

Zweigstrecke nach Merzbrück - Beschlusslage in Würselen (Reaktion)

Wie realistisch ist eigentlich der Vorschlag einiger Würselener Politiker, den Ast Merzbrück von Birk entlang der L223 bis zum Haltepunkt Forschungsflugplatz der Euregiobahn zu führen – und von dort weiter durch den Gewerbepark, eventuell mit einer Verlängerung bis zum Gewerbegebiet Aachener Kreuz oder sogar bis zum Aquana?

Diese Streckenführung wäre nicht nur deutlich länger und somit erheblich teurer im Bau, sondern sie würde auch überwiegend durch unbesiedeltes Gebiet verlaufen. Das widerspricht dem grundlegenden Prinzip einer Straßenbahn, die vor allem dort verkehren sollte, wo Menschen leben und/oder arbeiten, um einen möglichst hohen Nutzen zu erzielen.

Der Umweg würde also nicht nur die Baukosten steigern, sondern auch weniger Fahrgäste bedienen. Durch die längere und umwegige Strecke wäre die Verbindung für viele zudem unattraktiv. Damit würden Aufwand und Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis stehen.

Ehrlich gesagt: Ich kann nicht nachvollziehen, wie ein solcher Vorschlag ernsthaft ins Gespräch gebracht werden konnte. Dafür muss man wirklich kein studierter Verkehrsplaner oder Volkswirtschaftler sein, um zu erkennen, dass diese Variante kaum Vorteile bietet.

Wie sieht das eigentlich das Projektteam der Regiotram? Wird dieser Vorschlag ernsthaft geprüft – oder wäre es nicht sinnvoller, den beteiligten Politikern möglichst zeitnah zu verdeutlichen, dass diese Idee wenig zielführend ist?

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Antwort

Die vorgeschlagene Streckenführung über Birk widerspricht allem, was mit Politik und Verwaltung Würselens während der verschiedenen Studien besprochen wurde. Der Auftrag lautete eine Trasse zu finden, die möglichst vielen Bewohnern etwas nutzt, d. h. möglichst viel Siedlungsfläche erschließt. Dies ist nur in Teilen gelungen, da die Straßengeometrien in Würselen eine echte Innenstadttrasse nicht ermöglichen.

Wir sehen in einer Führung über Birk und Linden-Neusen keinen Vorteil und würden daher eine solche Trasse nicht weiterverfolgen. Wenn die Prüfung dieser Variante allerdings der politische Wille in der Stadt Würselen ist, also ein entsprechender Beschluss gefasst würde, könnte diese Prüfung noch kurzfristig erfolgen.

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Kommentare

Gespeichert von Gast am Mo., 07.07.2025 - 14:26

Es wurde doch von politischer Seite zusätzlich zu der in der Machbarkeitsstudie untersuchten Linienführung entlang des Willy-Brandt-Rings weitere Linienuntersuchungen !!durch!! Würselen gefordert. Und jetzt diese Forderung nach der Führung über Birk, da man in der Politik auf einmal Bauchschmerzen hat dass die "neuen" Linienführungen mehr Bürger "direkt" betreffen könnte.....woran mag dieser plötzlicher Sinneswandel nur liegen.....achja....es sind Wahlen und man braucht Stimmen

Gespeichert von Gast am Di., 15.07.2025 - 08:11

Wenn die Stadt Würselen bzw. deren politischen Vertreter diese - entschuldigung bitte für die Ausdrucksweise - schwachsinnige Trassenführung tatsächlich prüfen lassen wollen, dann falle ich echt vom Glauben ab. Wieso möchte man hier unnötig Geld (Steuergelder) verbrennen, nur um am Ende der Prüfung das Ergebnis zu bekommen, welches jetzt schon absolut absehbar ist. Nämlich das diese Trassenführung volkswirtschaftlich überhaupt keinen Sinn ergibt.

Man sollte hier wirklich mal an die Vernunft der Politiker vor Ort appellieren, sodass diese von diesem Nonsens ablassen.

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